GeschichteWir
Dieckmänner und –frauen waren nicht immer
Gastronomen. Eine alte Steuerliste der münsterschen Kirche Sankt Ägidi
aus dem dreizehnten
Jahrhundert gibt eine Bauernfamilie mit Namen „thon Dyke“ an. Wer des
münsterländischen
Plattduetsk noch mächtig ist, hat da keine Schwierigkeiten ein „zum
Teich“
herauszuhören. Die mittelalterlichen Dieckmänner siedelten also „zum
Teich“ und
zahlten ihre Steuern an den Klerus. Die Zeiten schliffen den Namen ab
und aus
thon Dyke wurde Dieckmann, was auch soviel bedeutet wie „der Mann am
Teich“.
Wenn Sie an unserem Biergarten vorüberlaufen, passieren Sie auf der
linken
Seite eine Senke, die heute „die Riekte“ genannt wird. Dies war einst
ein
Teich. Der Teich, von dem wir Dieckmänner unseren Namen haben.

1987
bauten
wir den Kuhstall im Haupthaus zu einem kleinen Bauerncafe aus. Das ist
der
Ursprung der Gastronomie auf Hof Dieckmann, wohl viele hundert Jahre
nachdem
der erste Dieckmannbauer seinen Pflugschar durch die Isendorfer
„Scholle“
trieb. Ursprünglich sollte das Cafe ein Nebenerwerb in einer
ertragsschwachen
Phase der Landwirtschaft sein. Es lief aber und es lohnte das Wagnis,
die alte
Landmaschinenhalle aus den 1880ern in einen Festsaal umzugestalten – in
drei
Akten:
1990
der
linke Teil, in dem zuvor Traktoren und Anhänger standen. Im rechten
Teil verblieben
die Stallungen der Pferde. 1998 wurde dann der rechte Teil umgestaltet.
2004
wurden die beiden markanten Giebel auf der Westseite errichtet, die
jetzt das
Emblem des Isendorfer Bieres zieren. Hier haben wir einen Kamin
untergebracht –
im Winter gibt es nichts schöneres, als an einem gemütlichen Kaminfeuer
zu
sitzen und ein gutes Pils zu genießen. Unser Festsaal bietet in seiner
aktuellen Ausgestaltung rund 200 Gästen einen Sitzplatz.
Die
Tenne
wurde 1995 umgebaut. Hier standen früher die Kälber unter dem Bühen,
einer
Hochkammer, in der früher die Knechte des Hofes schliefen. Die
Tenne ist
heute der kleinere der beiden Säle. Hier finden bis zu 70 Gäste
Platz.
Die
drei
Ferienhäuser neben der Obstwiese wurden im Winter 1992 / 1993
errichtet. Es
sind fünf Wohnungen: Zwei Erdgeschosswohnungen mit sechs Schlafplätzen,
zwei
Obergeschosswohnungen mit vier Schlafplätzen, das dritte Haus ist
gesamt eine
Wohnung mit acht Schlafplätzen. Alle Wohnungen sind vollausgestattet
mit Küche
(Geschirrspüler, Mikrowelle, Backofen etc.), TV und Wireless-Lan.
Und
dann,
2009: Die Brauerei. Wir wählten eine Anlage des bayerischen Herstellers
Braukon. Die Firma Braukon teilt sich den hiesigen Markt für
Brauanlagen mit
einer Hand voll weiterer Hersteller. Das Unternehmen zählt aber
eindeutig zu
den fortschrittlichsten. Ein interessanter Umstand: Braukon etabliert
sich
neben dem deutschen Markt auch auf den neuen großen Märkten für
Brauereitechnologie
in Japan, China, Russland und den USA. Durch bewährte, solide
Anlagentechnik -
made in Germany eben. In
unserer
Brauerei brauen wir verschiedene Biere, die sowohl im eigenen
Hause verkauft werden, als auch außer Haus verkauft werden. Zum
regulären
Angebotsportfolio gehören ein untergäriges Pils, ein obergäriges
Weizenbier
sowie ein obergäriges Altbier. Wir werden aber zu gegebenen Anlässen
besondere
Biere brauen: Maibock, Oktoberbier, Ale, Rauchbier, und so weiter und
so fort.
Zum Wohle!